Abschied – Painted Hills

Wie üblich sind wir so gegen 8 aufgestanden, ich etwas vor Gerlinde (wie üblich). Ich wanderte gerade über das „Feld“ als ich Debbie traf und sie mich fragte, ob ich schon einen Kaffee hätte. Ich solle in die Küche gehen, dort wäre frischer bereit. Auf dem Weg dorthin traf ich Gerlinde und dann verbrachten wir über eine Stunde mit Tratschen. Über die Zeit kamen alle uns bekannten Gäste (es gab da auch noch zwei Zelte etwas abseits) vorbei und irgendwann fuhren sie dann auch beinahe alle. Zuvor allerdings kam noch ein Freund der Familie mit einem 1926er alten Ford vorbei.P1110627Und irgendwann war es auch für uns an der Zeit zu fahren – bzw. uns los zu reißen. Es war doch ein schwerer Abschied, wir sind uns innerhalb dieser 3 Tage doch ans Herz gewachsen und „Family“ wurde immer mehr, ungleich dazu wurden die Kosten für unseren Aufenthalt immer weniger – eigentlich hätten wir den Rest unseres Urlaubs dort verbringen können, solange wir unsere Lebensmittel selbst bezahlt hätten (und nicht einmal das).
Die Painted Hills hätten wir jedoch nicht gesehen, der Umweg war es allemal wert und auch Prineville war auch verrückt (Heimreisestau in die andere Richtung vom Burningman-Eclipse-Klon).IMG_0756IMG_0765Nun sitzen wir bei Kerzenlicht, das immer wieder ausgeht, am Columbia-Rover bei Biggs-Junction in einem Statepark und haben gerade das Abendessen gestrichen bzw. gegen Bier ersetzt. Es ist kurz nach Neun und noch immer Kurze-Hose-Warm, im Gegensatz zu den Nächten zuvor.

 

Rolandos‘

In der Mitte der Farm von Rolando und seiner Frau stehen zwei hohe Bäume, die Schatten spenden. Hier hat Rolando eine Schaukel, zwei Tische und eine Liege (auf der ich gerade liege). Umgeben ist diese Insel, wie er sie nennt, von einem geschotterten Weg. Auf der Außenseite befindet sich das Wohnhaus und eine kleine Scheune, sowie etwas weiter weg eine Garage, dahinter kommt der Bereich, in dem die 7 Kühe normalerweise leben – nun befinden sich jedoch verstreut Zeltplätze auf dieser Fläche. Unser Zelt steht jedoch auf der nicht so buckeligen Wiese direkt neben dem Haus.

Rolando und seine Frau waren bis jetzt ständig herum und versuchten, es ihren Gästen so angenehm wie möglich zu machen. Es ist wirklich wie Rolando schon zu Beginn sagte: während unseres Aufenthalts hier sind wir „family“. Und schon gestern Nacht hatte die „Ballon-Frau“ gesagt, dass wir hier einen der besten Plätze überhaupt gefunden haben.

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Heute früh sind übrigens 5 Heißluftballone direkt vor unserer Nase gestartet – danach hatten Gerli und ich Frühstück und etwas später wurden wir „gezwungen“, am gemeinsamen Frühstück (manche Gäste werden hier auch verpflegt) teilzuhaben.

Hier genießen wir nun die kommenden 23 Stunden bis zur „Great American Eclipse“.

 

in Madras

Fast hätten wir heute Morgen Eisbären gesehen, aber dann waren es doch nur Chipmunks. Die letzten Minuten bis zum Sonnenaufgang waren echt kalt heute. Deshalb sind wir auch ziemlich bald losgefahren und haben erst später in der Sonne (unser Campsite war im windstillen Wald) Frühstück gegessen. Und dann ging es eigentlich direkt nach Bends, wo wir uns eine Taktik für unseren Zeltplatz zurecht legen wollten. Nach der Parkplatzsuche und einem Raspberry-Almond-Cake mit Kaffee fuhren wir dann relativ ohne Plan in Richtung Madras und klapperten einen Campingplatz nach dem anderen ab. Zwischen 75 und 175 $ pro Nacht bewegten sich die Preise für einen Zeltplatz samt Parkplatz fürs Auto, zwischendurch nur am staubigen Grund.

Wir fanden einen FAMILIÄREN Platz auf einer kleinen Farm und es ist nur noch eine Frage von Stunden (oder Minuten), bis wir mit unserem Gastgeber Bier trinken müssen. Und während der Wahnsinn in der Stadt immer mehr werden wird, wird es hier wohl überschaubar gemütlich bleiben.

Rauch und Feuer

Der Tag begann früh und trotzdem waren wir erst gegen 10 Uhr vom Campingplatz weggekommen. Unser heutiges Ziel „Crater Lake NP“, dachten wir zumindest…
…die Route führte nach Klamath Falls und weiter zum NP.
Schon sehr bald nach Start fiel uns dieser Dunst auf, der über und um uns Rum lag. Peter äußerte die Vermutung, es könne sich um Rauch handeln, was ich entschieden zurückwies. Vom Flugzeug aus waren große Feuer zu erkennen gewesen, die sich in dieser Gegend befinden könnten. Aber nein, das kann doch nicht so einen Schleier verursachen, dachte ich. 
In Klamath Falls wurde eine Rast und Essen eingeplant und als wir dort aus dem Auto stiegen, wurde Peters Verdacht bestätigt. Der Nebel roch nach Rauch und dieser verfolgte uns noch lange. Unglaublich welch eine Dimension dieser ausmachte. Am Crater Lake NP war es sogar so, dass der See vor lauter Rauch fast nicht zu sehen war, geschweige denn die andere Craterseite. Schaut auf den Fotos eigentlich sehr nett aus, aber ein längerer Aufenthalt machte nicht wirklich Sinn.
Daher sitzen wir nun am Diamond Lake bei einem Lagerfeuer und schauen zu, wie ein Feuerwehrauto nach dem anderen gerade von ihrem Einsatz zurück kehren. Ob die heute noch Lust auf ein gemütliches Beisammensitzen am Lagerfeuer haben…

Lassen Peak

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…und er hat uns nicht so schnell gehen lassen. Eigentlich wollten wir den Lassen NP so gegen Mittag verlassen, aber immer wieder mal kommt es anders.
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Unser erster Plan war ohne Gipfelbesteigung gedacht, aber irgendwie hat uns der 3187 m hohe Berg doch angesprochen. Wann kann man schon so hoch hinaus. Daher haben wir die Wanderschuhe ausgepackt und den steilen Anstieg erklommen. Bei Sonnenschein, über 30 Grad und kaum Schatten war es doch recht anstrengend diese knapp 600 Meter Höhenunterschied zu erklimmen. Schön war es trotzdem…
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Wäre das nicht genug gewesen, wollten wir uns aber Bumpass Hell nicht entgehen lassen. Da der eigentliche Weg dorthin noch wegen zu viel Schnee gesperrt ist,  davon gibt es übrigens hier unerwartet viel, mussten wir einen weiteren Weg wählen. Dass dieser nicht nur weit, sondern ganz schön bergauf ging, war nicht ganz so einfach mit den bereits müden Beinen. Gelohnt hat es sich jedoch auf alle Fälle. Als wir vor einem großen Feld mit Fumerolen, Schlammtöpfen und heißen Dampfkesseln standen, war alles wieder vergessen und retour ging es ja fast nur bergab.
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…daher ging es mit 4 Stunden Verspätung weg und nachdem wir bei 41°C noch schnell was einkauften (unser supercooler Benzinkocher ließ uns abermals im Stich – er mag so lange Pausen nicht), sitzen wir mittlerweile am Shasta Lake und werden bald ins Zelt fallen.
Geklärt hat sich auch das „Problem“ mit den Temperaturen, dass es am Berg nicht kälter wurde – wenn es um 18 Uhr im Tal dann noch 42° C hat, dann darf es auf 2.200, wo unser Zeltplatz war, auch ruhig über 20° C haben.
In der Früh war es dann wieder angenehm kühl.
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