Ost- Westvögel

An den Vögel kann man erkennen, dass wir im diesem Urlaub eine weite Strecke reisen. Einige Vögel mit der Regionsbezeichnung „east“ wurden langsam abgelöst von Westvögel

  • Eastern Bluebird von Western Bluebird
  • Eastern Kingbird von Western Kingbird
  • Eastern Meadowlark von Western Meadowlark
  • Eastern Phoebe von Says Phoebe

Andere verschwinden einfach und es kommen ähnliche Arten hinzu. So ist der Blue Jay mittlerweile nicht mehr zu sehen und derzeit einige möglich – gesehen wurde bereits der Steller’s Jay

Der Northern Cardinal war lange ein treuer Begleiter und dieser hat sich am Palo Duro Canyon letztmalig gezeigt.

Der American Robin war ab Oklahoma abwesend und hat sich gestern am Monzano Mountain wieder kurz gezeigt

Somit bleiben die Turkey Voltures, die uns bislang treu geblieben sind und vielleichtdie unscheinbaren Chipping Sparrow.

Natur

Zuhause hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen, ein Bison zu sehen wäre nett. Auch Vogeltechnisch bin ich eigentlich nicht von viel Neuem ausgegangen, freute mich einfach darüber diesmal das Wissen und die Erfahrung aus Texas mitnehmen zu können. Vor zwei Jahren musste ich doch fast alle Arten hier neu lernen.

Bisher 36 neue Arten und gesamt 82 Vogelarten.

Ich habe diesmal die freie Zeit nicht mit lesen, sondern zeichnen verbracht. Für mich eine ganz neue Art die Eindrücke in der Natur zu verarbeiten

Chicago

Dieser Tag begann sehr früh, da bereits viel zu früh wach und der Versuch, trotzdem zu schlafen war nur teilweise erfolgreich.

Die erste Frage des Tages war, was machen wir heute eigentlich? Mal schnell googeln, was es hier zu sehen gibt und dabei auf die Idee gestoßen, ein Baseball-Match anzuschauen. Entgegen der LasVegasShow-Erfahrung (da haben alle Shows, die wir schauen wollten, an unseren zwei möglichen Tagen pausiert), hatten wir tatsächlich Glück und heute spielten die Chicago Cubs gegen die Pittsburgh Pirates im Wrigley Field. Jetzt gab es eine neue Aufgabe, die Regeln waren uns ja noch unbekannt und so versuchten wir, schnell das Spiel zu verstehen. Tatsächlich gelungen ist uns das aber erst beim Spiel und als wir glaubten, es wirklich zu begreifen, schoss der Batter der gegnerischen Mannschaft in ein vermeintliches Out und die zwei Angreifer liefen einen Homerun und es stand 0:2 nach bisher ewigen 0-Punkte-Innings. Leider konnten die Cubs das Spiel nicht mehr umdrehen und uns blieb eine Siegesstimmung verwehrt. Cool war es trotzdem…

Davor und danach haben wir uns natürlich auch bissl Stadt angeschaut, die hauptsächlich durch Hochhäuser und den Michigansee besticht. Sehr schön, obwohl heute überraschend kalt nach dem gestrigen warmen Wetter.

Gereist sind wir heute hauptsächlich mit den Öffis – Zug, Hochbahn, Metro, Bus – und irgendwie schaut vieles echt anders aus.

Der Norden

In den letzten Tagen haben wir uns eher im Norden aufgehalten und doch ganz unterschiedliche Gebiete kennengelernt. Grundsätzlich kann ich sagen, diese Insel ist nicht leicht zu verstehen, so zerrissen, schroff und gleichzeitig grün. Peter meint, sie ist noch zu jung, noch wenig durch Erosion abgerundet oder Täler gefüllt.

Fanal – Nebelwald:

In den Beschreibungen steht, man soll früh kommen, da ist Nebelwahrscheinlichkeit am höchsten. Wir waren den ganzen Tag dort: im Nebel, die Wege matschig, der Weg mystisch. Da ist wohl nicht unsere Reisezeit gemeint mit der Nebelwahrscheinlichkeit. Wir scheinen hier ein Vorweihnachtsloch erwischt zu haben, von den Touristenmassen war gottseidank nichts zu sehen, aber das Wetter überraschend trocken – außer dem Nebel halt.

Porto da Cruz und Küstenpfade:

Gestern sind wir zwar eine anstrengende, aber atemberaubende Wanderung gegangen. Von unserem Hotel in Porto da Cruz aus, konnten wir uns gar nicht vorstellen, dort gehen zu können. Es ging und das überraschend gut und „Gerlitauglich“. Unglaublich was die Menschen auf dieser Insel unternommen haben, um Wasser oder sich selbst von a nach b zu bringen. Geendet hat die Wanderung in Canical und zurück hätte es mit dem Bus gehen sollen. Nach Machico ging er auch, dann brauchten wir doch ein Uber-Taxi. Eine Erkenntnis des Tages: Busse haben auf Madeira Vorrang und fahren schneller als die Autos und Taxis.

Heute gehen wir es ruhiger an…

…das war zumindest der Plan des heutigen Tages. Wir waren auch schon im Auto auf dem Weg zum Baden, als Peter einen gespeicherten Punkt auf googlemaps sah und nur kurz nachschaute, warum wir den vorgemerkt hatten. Eine kleine Levadawanderung, das wäre ja genau das Richtige nach den zwei anstrengenden Tagen…

…naja so kurz war sie dann doch nicht, vor allem aber, weil wir ständig stehen blieben zum Staunen und Foto machen. Irgendwie müssen wir bei den angegebenen Zeiten meist 50% dazurechnen, darunter schaffen wir es selten.

Angefangen hat sie auch sehr gemütlich, zwar den Levada do Moinho gegen die Fließrichtung, aber nur ganz leicht steigend, nicht stark ausgesetzt, perfekt für die Höhenangst. Am Ende des ersten Levada gehen wir den Bach etwas höher und steigen zum zweiten, etwas darüber gelegenen Levada Nova hoch. Diesen geht es wieder retour – oberhalb des ersten sozusagen.

Der Startpunkt ist mit einem Warnhinweis versehen und von da an sind meine Nerven immer wieder gefragt. Teilweise konzentriere ich mich nur auf den schmalen Pfad vor mir, ein Mantra innerlich aufsagend „Vertrauen in mich und den Weg“ und bleibe lieber nicht stehen. Peter bleibt hinten und genießt die teils spektakuläre Aussicht. Belohnt werden wir immer wieder mit wunderschönen Abschnitten, sogar einem Tunnel und einer kurzen Galerie. Die gewählte Richtung war gut, v.a. am Rückweg folgte ein Highlight dem nächsten – und können die beiden Levadas unterschiedlicher kaum sein.

Damit haben wir nicht gerechnet, weder mit der Herausforderung noch mit der atemberaubenden Schönheit.