Menschen, Bananen und Vulkane

Mein erster Eindruck von Teneriffa war eigentlich ein sehr überraschter. Ich erwarete mir eine ruhigere, leisere, unbewohntere und vor allem jüngere Insel. Nicht nur das Hotel (das nicht wie erwartet in einem kleinen Kuhdorf ist), auch die restlichen Gebäude und Gassen wirkten auf mich recht alt und abgewohnt. Nachdem wir heute Vormittag das Hotel verließen, konnte ich mir nicht vorstellen, das ich bis zum Abend einen ganz anderen Eindruck gewinnen könnte. Was jedoch die Menschen mit ihren Bauten nicht vermochten, gelang der Landschaft auf Anhieb, nur ein kleiner Spaziergang der Steilküste entlang und all die möglichen Zweifel waren pase.
Wir entschieden uns dann Richtung Westen die Küste entlang zu fahren und waren schon sehr bald überwältigt von der Landschaft, vor allem der Berge. Sehr wenig ebene Fläche steht den Bewohnern hier zur Verfügung, steil stellt sich der Bergrücken auf und immer wieder ein Blick erhascht auf den Teide. Im Landesinneren ging es dann stetig bergauf und bergab begleitet von wunderschönen Schluchten, Spalten und Gräben.
Das hinter uns gelassen, begann wieder der Hotelwahnsinn, mit seinen Hotelbunkern, Geschäften und Urlaubern. Wenn das nicht der Fall war, sah man weit und breit nur Bananen, eine Plantage nach der anderen, viele bedeckt mit landschaftlich hervorragend angepassten Plastikhäusern. Wie es scheint, pflanzen sie hier im Südwesten der Insel entweder Bananen oder Menschen.
Zurück gings beinahe quer über die Insel, auch wenn es bereits zu dämmern begann und der größte Teil der Strecke im Finsteren zurückgelegt werden musste, war es ein tolles Abenteuer auf über 2200 m zu fahren, wo sich links und rechts die Berge und Schluchten auftun, wobei man das Meiste nur erahnen konnte.
Morgen möchten wir durch eine Schlucht 600 hm zum Meer wandern (wenn wir dann kein Boot „finden“, wohl auch wieder zurück) und weiter diese schöne Natur erleben.

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wenn das Wetter gnädig ist geht’s am Dienstag da rauf, heute durften wir ihn schon des Öfteren bewundern

Letzter Tag in Schweden…

… geht wieder mit einem guten Abendessen bei Blick auf den Sonnenuntergang zu Ende.
Heute haben wir die meiste Zeit auf einer Fähre verbracht, von einem Hafen der Schären zum anderen bis nach Möja. Von dort aus ein kleiner Spaziergang zum nächsten, von wo aus wir die Fähre mittels Semaphor zum Stoppen überreden mussten, was sie dann auch tatsächlich tat.
Jetzt noch den Abend ausklingen lassen und die Koffer packen, denn morgen geht’s sehr früh wieder nach Hause.

Furuvik

Nach einer gemütlichen Nacht in der einsamen Hütte und einem guten Frühstück haben wir wieder unsere Sachen gepackt und sind zum Auto gewandert. Da es so schön hier ist, sind wir auch noch zum Westeingang gefahren und eine kleine Wanderung unternommen (die sogar für Rollis befahrbar ist) und haben uns dann doch irgendwann von dieser Gegend verabschiedet.
Auf der Fahrt Richtung Süden haben wir festgestellt, dass man sich auf Schwedens Autobahnen nicht nur vor Elchen in Acht nehmen sollte, sondern auch vor Skido-Fahrern (zumindest den Schildern nach)
Und da wir so spät vom Nationalpark aufgebrochen sind, wurde es wiedermal zu spät für den Campingplatz. Aber Gott sei Dank hatte dieser hier keine versperrte Duschen, denn die war schon unbedingt notwendig und tat gut.
Jetzt nach einer verregneten Nacht und Frühstück bei Sonnenschein, werden wir zu den Schären aufbrechen, unser heutiges Ziel Voxholm.

Husabakki – land of ice

Dieser Teil der Reise stellte eine neue Herausforderung für uns dar. Nicht nur, dass uns das Gebiet neu war, wir mussten auch ein Missverständnis meistern. Nach einem langen Tag zumeist im Auto (Anreise von Reykjavik), waren wir froh endlich bei unserem Quartier der nächsten 2 Tage angekommen zu sein und mussten feststellen, dass manchmal im Leben wichtige Türen nicht geöffnet werden. Die Herberge war in früheren Zeiten eine Schule gewesen, und so wirkte es an diesem Abend auch. Viele Kinder und auch Erwachsene die herumliefen und jeder eigene Projekte zu haben schien. Licht in der Küche, ließ uns auf jemanden schließen, der zumindest weiß wo wir jemanden finden könnten, der Zuständig für uns ist. Niemand schien etwas zu wissen, die angegebene Telefonnummer war nicht erreichbar und so mussten wir leider nach langem hin und her wieder umkehren und in Akurery ein Quartier suchen.

Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass doch jemand da war, der auf uns wartete und wir nur einen kleinen Schritt von ihm und ihr entfernt waren – diese Tür war jedoch geschlossen und ohne Hinweis versehen. Am nächsten Tag konnten wir doch in diesem Quartier einziehen, auch wenn es letztendlich nur für einen Tag sein sollte.

Das Gebiet rund um diese Schule, nördlich von Akurery, ein verschlafenes Fischerdorf namens Dalvik zeigte sich von einer sehr winterlichen Seite, steile Berge, weiße Landschaft und starker Wind. Bei genauerer Betrachtung erwies sich die Schneelandschaft jedoch als eine einzige Eisplatte, zwischenzeitlich von Schnee unterbrochen. Etwas, dass wir so noch nie erlebt haben. Ein wunderschönes Gebiet, das noch sehr viel Potenzial zum Erkunden aufweist, mit den schönen Fjorden, Bergen und Tälern. Auf alle Fälle ist diese Gegend einen zweiten Besuch wert.

Reykjavik

Endlich wieder in Island!

Heute in Reykjavik angekommen und bereits in der Stadt Erinnerungen aufgefrischt und verglichen  – manches ist neu, doch das Meiste ist geblieben.
Das Erstaunliche hier ist, wir sind 64 Grad nord und es hat keinen Schnee, 6 Grad plus und wir hatten um 6 Uhr noch hell.

Morgen gehts gen Norden!

T27 – Kangaroo Island

Dieser Teil der Reise, war das letzte Puzzlestück in der Planung, welches wir unbedingt noch reinquetschen wollten. Das Ökosystem betreffend zeichnet sich diese Insel dadurch aus, dass sie abgeschnitten vom „Festland Australiens“ Tiere und Pflanzen beheimatet, die es entweder so nicht gibt, bestimmte Feinde nicht gibt oder gewisse Krankheiten noch nicht hat.

Was die Tiere betrifft, hatten wir hohe Erwartungen an diese kleine Insel, was uns jedoch überraschte, war die Schönheit der Landschaft. Sehr unterschiedliche Bereiche, von schönem Strand, Wüste, Steilküste, Felsformationen, Hügellandschaft und und und.

Und die Tiere…

Zu Beginn haben sich die Tiersichtungen in Grenzen gehalten, was wir rückblickend auf die Hitze zurückführten. Sobald es etwas kühler wurde, waren viele verschiedene Tiere unterwegs.

Bilanz der beinahe 2 Tage auf Kangoroo-Island:

1 Koala (von denen soll es viele geben, doch die meiste Zeit schlafen sie und dann sieht man sie nicht so leicht wie „unseren“, der mit einem zweiten kommunizierte),
2 blue wren (kleiner blauer Vogel),
3 rote Papageien,
4 Warane,
4 Echidna,
14 Pinguin,
einige seltsame Gänse,
einige Pelikane,
42 Kängurus und Wallabies innerhalb von 2 Stunden, wobei ca. 30 innerhalb von 5 Straßenkilometern,
68 oder mehr Seelöwen,
und das übliche sonst noch…

(Fotos folgen)

T19-21 Darwin und NP Kakadu

Wann immer wir in „Cairns“ dachten, es sei heiß – wir waren noch nicht im Northern Teritory, nicht in Darwin und nicht hier.

Schon als wir am Flughafen ankamen, es war nach 22 Uhr, kam uns die warme Luft entgegen und bei der Fahrt zum Hotel sahen wir dann am Thermometer die > 30° C.

Bei der NiceOldLady in Wonga hatten wir in der Nacht beim Biertrinken immer um die 27° C, hier sind es vor der Hütte um 19:45, stockdunkel ist’s abgesehen von den Laternen, 32° C. Am Tag hatten wir 41° und vermutlich mehr. Aber: es ist nicht so drückend schwül und im Schatten eigentlich fast erträglich. Deshalb verbrachten wir den heutigen Nachmittag auch nicht entlang irgendwelcher Walks, bzw. betrachteten Felsmalereien der Aboriginals oder versuchten, an einer Furt, die gleichzeitig die Grenze zum Arnhemland darstellt und ausschließlich mit gesonderter Genehmigung betreten werden darf, die uns versprochenen Krokodile zu erspähen (eines tauchte kurz auf), sondern am Pool.

Krokodile gibt es hier übrigens mehr als zu viel. Wir waren gestern bei „Yellow Water“ und unternahmen eine schöne Bootsfahrt zur Dämmerung. Zwischendurch konnten wir alle hundert Meter ein großes Krokodil erblicken. Das war dann schon selten, da wir zuvor alle maximal 50 Meter eines zu Gesicht bekamen. Am Daintree-River schätzte der Bootsführer eine Überlebenschance von 20% beim Überqueren des Flusses, hier würden wir nach unserer laienhaften Einschätzung bei einem viel schmaleren Fluss eine Wahrscheinlichkeit von 0% geben.

Abgesehen von diesen einerseits faszinierenden und zugleich beängstigenden Kreaturen leben hier noch unzählige Vögel (200 Arten laut Papierführer, 280 laut Tourguide, über 300 laut einem ihm befreundeten „Birdlover“ und ehemaligem Kollegen) und andere Tiere – ganz viele Gänse, Störche, Löffler, Reiher, Steltzen, Seeadler und viele andere Greifvögel, Fische (vor allem der Baramundi), wildlebende große Schweine, wildlebende Pferde, und und und.

Nicht genug, dass all das schon so gewaltig war, „befahl“ unser Tourguide, der uns in diesen zwei Stunden sehr viel zeigen konnte, uns bei zwei Vogelarten Fotos zu machen. Wenn nicht für uns, dann für einen Freund zuhause, der „Birdlover“ ist, und der würde es sehr zu schätzen wissen. Wir müssen da also auch sehr gefragt/seltene Vögel gesehen haben – für uns waren sie einfach nur sehr schön (farbenfroh) und wie alles hier: sehr nah!

Die Fahrt von Darwin zum Nationalpark war eine beinahe gerade verlaufende Straße über 250 Kilometer und führte uns durch flaches, zur Zeit sehr trockenes Land. Auch bei Yellow Water veränderte sich die Landschaft nur durch die Flusslandschaft und die satteren Ebenen. Erst heute bekamen wir eine andere Seite zu sehen. Etwas (50 km) in den Norden gefahren, erhebt sich ein weiteres Plateau, das sich in Form von Felsklippen, gegen die einmal das Meer brandete, abgrenzt.

Hier bekamen wir dann von Aussichtspunkten auch den Eindruck über die gewaltige Größe dieses Nationalparks und des Landes dahinter. – Unglaublich schön ist es hier – und heiß!