Wind, Albatross, Mönchsrobben und Abschied nehmen

Heute haben wir eine Wanderung zum westlichsten Punkt Oahus unternommen. Dabei konnten wir eine Brutstätte von unzähligen Albatrossen bestaunen und zwei Mönchsrobben beim Dösen beobachten. Begleitet wurde das ganze Spektakel von einem Wind, wie ich ihn noch nie erlebt habe.

Mittlerweile sitzen wir gemütlich bei einem letzten Bier, denken über die vergangenen, wunderschönen und unvergesslichen Tage zurück.

Morgen geht’s dann wieder Richtung Heimat…

Schildkröten, Wale, Delfine und Mantarochen

Seit gestern sind wir im Westen von Big Island, in Kona angekommen. Seither haben sich bereits so einige Tiersichtungen ergeben.

Zuerst einmal waren wir heute an einem Strand, an dem Schildkröten am Strand dösen, im Wasser nach Nahrung suchen, oder sich einfach treiben lassen. Ganz nah kommt man diesen wunderbaren Geschöpfen, die sich nicht aus ihrer Ruhe bringen. Und es macht den Anschein, sie wären überall.

Am frühen Nachmittag ging es mit einem Boot raus zu einer Bucht, um mit den Mantarochen zu schnorcheln, oder wie Peter, zu tauchen. Dem nicht genug, begegneten uns auf dieser Fahrt eine Buckelwalkuh mit ihrem Baby, das sich mehrmals echt spektakulär zeigte und das Leben zu genießen schien. Genossen schienen dies auch die Delfine eines riesigen Schwarms, denen wir wenig später begegneten.

Der eigentliche Grund der Bootsfahrt war dann ein weiterer Höhepunkt, den wir wohl nie mehr vergessen werden. Beinahe zum Anfassen nahe schwimmen die Mantarochen bei dir vorbei, auf dich zu und von dir weg. Da bleibt einem nur noch: Staunen und genießen.

Morgen kommt die eigentliche Walewatchingtour, mal schauen was die zu bieten haben. Das der heutige Tag übertroffen wird, ist aber eher unwahrscheinlich – dafür waren die Manta-Rochen zu…
… von diesen 45 Minuten werden wir wohl jetzt (und in Zukunft auch) träumen!

Pāhoehoe- und ʻAʻā-Lava

Geologisch hat Hawaii ja so einiges zu bieten. Unter anderem die Typoslokalität zweier Erscheinungsarten von Lava und natürlich sind beide Typen nicht unweit hier in der Gegend zu finden. Heute hatten wir die Möglichkeit diesen Unterschied sehr nahe zu erleben.
Zuerst besuchten wir Kalapana, einen Ort der vor 20 Jahren von Pāhoehoelava begraben wurde und sich nun wieder neu erfindet. Am Abend spazierten wir nur wenige Meter von unserem Haus entfernt auf einem ʻAʻālavafeld. Beide in ihrem Erscheinungsbild so unterschiedlich, dass man kaum glaubt, diese kommen von der gleichen Magmenkammer.
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Zwischendrinn war wiedermal Schnorcheln angesagt, wo sich viele bunte und unterschiedlichst große Fische und andere Tiere inmitten dieser Lava und Korallen tummeln.

Lava, Sand und noch viel mehr

Die beiden letzten Tage haben wir die Vielfalt des Landes kennen gelernt. Beinahe jede neue Bucht oder Straßenabschnitt zeichnet ein neues Bild. Einmal zwischen schwarzer Lava, dann nach der nächsten Kurve wieder Regenwald. Jetzt alles grün bewachsen, wenig später kahl und braun. In der Gegend, wo wir derzeit wohnen ist der Strand felsig, aber flach, gestern waren wir am südlichsten Punkt der USA mit Steilküste, stürmischem Wind und rauer See. Eine Wanderung führte uns zu einem grünen Sandstrand, hauptsächlich aus Olivin bestehend, da war Peter ganz aus dem Häuschen und später beobachteten wir drei Schildkröten am schwarzen Sand dösen, während dahinter Wale zu sehen waren.
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Heute war „Vulcano Nationalpark“ an der Reihe, der sich ebenfalls von unterschiedlichen Seiten zeigte, einerseits geht man mitten im Regenwald und plötzlich raucht es aus dem Boden raus und dann steht man am Abgrund und blickt zuerst auf den rauchenden, nachdem die Sonne unterging auf den glühenden Krater und staunt.
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Hawaii auf Umwegen

Am Freitag dem 31. Jänner 2015 gegen 2 Uhr in der Nacht hieß es für uns „raus aus den Federn“ und „rein ins Auto“ um rechtzeitig am Wiener Flughafen zu sein. Dort trafen wir uns mit Agi und Daniel um die Reise nach Haweii zu beginnen.

Bis Amsterdam war alles ganz nach Plan verlaufen, jedoch ein Blick auf die Infotafel und in rot war bei unserem Flug nach Seattle „cancelled“ zu lesen. Ab da hieß es zuersteinmal „bitte warten“. Obwohl nicht all zu viele Menschen vor uns an der Schlange standen, verging so einiges an Zeit bis wir endlich an der Reihe waren und uns die Dame sagte, unser Flug ginge in 10 Minuten, jedoch ohne Daniel. Und ehe wir Zeit hatten zu überlegen, was zu tun, war es auch schon zu spät.

Letztendlich saßen wir dann doch noch in einem Flugzeug, jedoch nicht Richtung Westen, sondern nach Osten mit dem Ziel: Japan, Narita.

Dort hatten wir einige Stunden Zeit die Stadt zu erkunden um am Sonntag dem 2. Februar wieder gegen 20 Uhr ins Flugzeug zu steigen, beinahe 7 Stunden zu fliegen und am 2. Februar um 8 Uhr in der Früh zu landen. Das war mit Abstand der längste Tag unseres Lebens und der hatte dann noch so allerhand zu bieten.

Zuerst einmal war wieder Warten am Programm, da unsere Koffer am Gepäcksband mit Abwesenheit glänzten. Zuerst eine Dame, dann drei waren mit der Aufnahme und Wiederbeschaffung beschäftigt. Sie waren sehr bemüht, konnten zuerst gar nicht verstehen wie wir jetzt aus Japan kommen, wenn doch Seattle gedacht war und hatten sichtlich Mitleid mit uns, dass jetzt auch noch die Koffer abgängig waren. Schlussendlich war klar, wo sich unser Gepäck befindet und eine Zusendung am Abend wurde zugesagt, was dann nicht geschah und wir am nächsten Tag nochmals das Vergnügen hatten. Da haben Sie dann gemeinsam mit uns auf das Gepäckservice gewartet und uns zum Abschied umarmt und uns für Big Island nicht auch noch stehende Eseln auf der Straße gewünscht. Den Damen werden wir wohl in Erinnerung bleiben und für uns wurde wieder mal klar, wie sich persönlicher Einsatz bezahlt macht, denn ohne diese Damen wäre unser Gepäck wohl erst auf Big Island zu uns gestoßen.

Ende der RV-Reise

Nach einer ziemlich warmen Nacht, machten wir uns schon sehr früh auf, um ein bisschen vom tiefsten Punkt Nordamerikas zu erleben. Das war auch gut so, denn gegen 9 Uhr steigte die Sonne bereits recht hoch und damit war ein längeres Verweilen außerhalb des Autos doch recht anstrengend. So verließen wir dieses Tal über eine sehr schöne Strecke um uns nach Los Angeles zu begeben.
Dort verbrachten wir die letzte Nacht im RV direkt am Strand in LA mit der Geräuschkulisse von Wellen, Möwen und Flugzeugen um in der Früh schweren Herzens das Auto zurückzugeben. Es war ein schönes Erlebnis mit diesem Gefährt die Gegend kennen zu lernen.
Mittlerweile sind wir in Washington, nachdem wir ein paar schöne Stunden am „Santa Monica Peer“ verbrachten und über Nacht hierher geflogen sind. Nun werden wir mal schauen gehen, wie’s da so ausschaut….

The Narrows, Zion NP

Ich habe von dieser Wanderung bereits vorher gelesen und dachte mir: „Die wäre toll, aber im kalten Fluss zu wandern wird wohl eher nicht klappen“. Als wir gestern beim Frühstück den restlichen Tag planten, beschlossen wir es einfach zu versuchen.
Mit dem Shuttlebus ging es erstmal 40 Minuten durch den Zion Canyon, um dann nach einer kurzen Wanderung zu bemerken, dass hier jeder mit Schuhen, manche sogar mit speziellen Nassschuhen gingen. Da wir für morgen trockene Schuhe (längere Wanderdung) benötigten, beschlossen wir, barfuß dieses einmalige Abenteuer zu beschreiten. Wir gingen in eine Schlucht, meterhoch neben uns der Navajosandstein und unter uns der Virginriver der sich hier durch den Canyon gräbt. Dazwischen Peter und ich, langsam und vorsichtig, jeden Schritt gut überlegend, während so manche Touristen um uns schneller voran kamen. So wanderten wir ungefähr eine Stunde in den Canyon hinein, total überwältigt von dieser Schönheit und zugleich dem Erlebnis, den Untergrund gut wahrzunehmen um sicheren Schrittes weiter zu kommen. Dadurch wurde diese Wanderung zu einem rundum gelungenen Erlebnis.
Am nächsten Tag probierten wir die selbe Wanderung mit Schuhen, wo ein Weiterkommen sehr viel schneller ging, das Erlebnis jedoch etwas anders war. Dafür sind wir jedoch tiefer in den Canyon gelangt und waren bei jeder Kurve neugierig, was wohl hinter der nächsten kommen würde – und der Canyon wurde immer enger…
G@The Narrows
P@The Narrows