T7 – Wallabies

Ich sitze vor unserem „Haus“, Gerlinde kocht Kartoffel. Eigentlich wollten wir grillen, doch in der „Küche“ ging das Gas aus, gerade als unsere Kartoffel dran waren.

Umgeben bin ich, außer von wenigen Lichtquellen, vom fernen Zirpen der Zikaden und gelegentlich höre ich Schritte oder Gehopse. Hasen? Nein, keine Hasen – einer schaut gerade zu mir auf den Sessel hoch – Wallabies. Wallabies, jede Menge – unglaublich viele. Den Geräuschen nach, sind … [es zumindest zwei]

… und dann machte es einen lauten Kracher und der provisorisch am Sessel abgestellte Auto-Tisch (nur ein Bein, sonst am Auto fixiert) fiel um und Salat samt geschnittenem Zwiebel zu Boden. Nach dem ersten Schreck bemerkte ich, dass die Tasche des Netbooks auch dabei lag – die befand sich Minuten zuvor mit Sicherheit 5 m entfernt neben mir.

Den Tag begannen wir heute sehr gemütlich. Nachdem ich um 8 aufgewacht bin, ging es bald einmal zum Frühstück. Nebenher schauten wir uns die Folder der Attraktionen aus der Umgebung an und es folgte der zweite Kaffee. Kurz nach Mittag ging es dann los in Richtung Atherton. Zuvor aber noch nach Port Douglas und dort ins Meer. Heute hatte es schon 28° C (was echt Spaß macht), wenn man die Abbildung der kleinen Quallen vergisst, die wir heute Morgen gezeigt bekommen haben.

Die Auffahrt aufs Plateau (Atherton-Table-Land) durch den Regenwald war ganz beeindruckend, danach folgte Farmland – ich wart nur, bis ein Wallaby im Auto sitzt – und geradlinigere Straßen. Irgendwie war außer den Termitenhügeln nicht viel zu sehen. Ziel war ein Campingplatz westlich von Cairns in einem Nationalpark, als wir nach Mareba ein Schild „Granit Gorge“ sahen und beschlossen, dorthin zu fahren. Und so sitzen wir nun umzingelt von Wallabies. Gewaltige Granitblöcke und Felsen tauchen hier auf und dazwischen leben sie, die Wallabies. Weiter hinten wurde durch wenige Betonmauern ein künstlicher Pool zwischen den Granitfelsen geschaffen – Gerlinde ging schwimmen, mir war’s zu kalt. Und jetzt werden wir so langsam schlafen gehen…

T6 Cairns

Viel zu früh mussten wir aufstehen – aber dafür saßen wir um 10:30 bereits in unserem neuen Heim für die nächsten 10 Tage.
Hier geht die Sonne im Gegensatz zu Sydney schon kurz nach 18 Uhr unter, was aber nicht bedeutet, dass es automatisch auch kühler wird. Jetzt um 21:10 hat es noch immer 27° C, viel mehr als 30° C hatte es am Tag aber auch nicht, schwüler war es. Wo die 20° Nachttemperatur abgelesen wird, kann ich bis jetzt noch nicht sagen.

Heute Nachmittag sind wir am Trinity-Beach geschwommen, in einem ca. 50×50 m, durch ein Netz geschützten, großen Bereich bei 27° C Wassertemperatur. Daneben rote Flaggen und jede Menge Warnschilder über Krokodile und Quallen. Man kann es sich kaum vorstellen, dass außerhalb es außerhalb dieses Bereichs stark lebensbedrohlich ist – und das nehmen anscheinend wirklich alle ernst!

Und dann wäre da noch die UV-Strahlung. Um 11:00 in Cairns am Strand eine Anzeigetafel: Extrem, heute Abend in den Nachrichten: UV-Warnstufe für morgen zwischen 7:20(!) und 15:30 – und die Strahlung, die spürt man und schmiert sich gerne mit LSF>30 ein bzw. bleibt auch dann lieber im Schatten (außer einige Touristen in rot, gesehen am Trinity-Beach).

Es ist wunderschön hier – und noch unerwartet ruhig (weil ja eigentlich noch nicht Hauptsaison, abgesehen von nächster Woche…).

T5 … und doch Opfer der Zeitverschiebung

Wir wussten, dass wir irgendwann zu Mittag aufwachen würden – und daher haben wir uns in Singapur und der ersten Nacht in Sydney darauf vorbereitet und haben immer brav den Wecker gestellt. Nicht heute, aber wir hatten ein Fenster, wo Licht reinkommen konnte (nicht wie in Singapur) und müde waren wir auch nicht besonders. Na ja, aufgewacht gegen Mittag und irgendwie hängen die 4 versäumten Stunden nun nach.

Entgegen der Bedenken, dass wir heute nicht viel erleben würden, entpuppte sich dieser Tag doch als wieder einmal sehr erlebnisreich:
Fähre
Australian Sea Dragon (eine etwas größere Echse)
Wellen!
Fähre – Fähre – Fähre
Skyline und grandiose Ausblicke auf die Oper
Fähre – Fähre – Light Railway
unsere erstes Bier in Australien.

Hätte man uns vor der Abreise einige unserer zukünftigen Fotos gezeigt und wir hätten erkennen müssen, woher das Foto kommt – Sydney oder Singapur – wir hätten wohl jedesmal verloren.

Von Singapur kommend wirkte die Stadt zunächst älter und etwas verschmutzter. Dieser Eindruck veränderte sich durch die atemberaubende Schönheit, vor allem der Parkanlagen und der Oper.

… und dann gab es noch die Vögel (siehe Gallery) – diese Fotos stammen aus einem öffentlichen Park.

Jetzt trinken wir unser Bier zsam, gehen packen und um 6 Uhr geht’s auf nach Cairns.