T17 – Campervan

Ein großer Abschnitt unseres Urlaubs geht bald dem Ende zu und es wird Zeit über unser mobiles Heim zu berichten.

Wir waren vor der Abreise unsicher, wie dass denn so sein wird, in diesem Campervan zu fahren, zu wohnen und zu schlafen… aus jetziger Sicht war es eine wirklich gute Entscheidung, ich kann mir nicht vorstellen, wie dies ohne solches Gefährt hier gut funktionieren hätte können. Es ist sehr unkompliziert, man kommt am Campingplatz an und muss nicht erst ein Zelt aufbauen, Matratzen aufblasen und sich in das kleine Zelt schlängeln. Wir hatten bereits nach wenigen Tagen ein für uns optimales Ordnungssystem gefunden – auch wenn die Ordnung manchmal ausblieb.

Nach dem ersten Einkauf hatte ich vergessen, die Lade mit den Töpfen zu verriegeln, da krachte und tschepperte es wie wild in jeder Kurve, also Verriegelung nicht vergessen.

Das Schlafen funktionierte ausgezeichnet, am schönsten war es unter dunklem Sternenhimmel bei offenen Vorhängen einzuschlafen und meistens wurden wir von der Sonne geweckt.

T10 – Beaches

Es ist unglaublich, wie das hier mit den Stränden so ist. Da sitzen wir wie im Paradies an einem wunderschönem Sandstrand, die Sonne scheint und wir lassen unsere Seelen baumeln. Was jetzt nur fehlt, wäre eine Runde im Meer einzutauchen und zu schwimmen. Dies wäre in diesem Fall vielleicht sogar tödlich – die Würfelquallen. Zumindest sind es zur Zeit nicht auch noch Krokodile. Stattdessen dürfen wir einen Mantarochen ganz nah beobachten, der sich an den Strand wagt – wenigstens ein großes Trostpflaster. Und so verbringen wir den Tag: von einem Strand zum anderen.

T9 – Regenwald

Wir verbrachten nun schon mehrere Tage in der Umgebung von Cairns und haben ein wenig den Regenwald kennen gelernt.

Zuerst einmal sind die Geräusche zu erwähnen, zwischendurch geht es da drinnen ziemlich laut um, die verschiedensten Laut und Rufe sind zu vernehmen – in der Nacht kann dies beinahe unheimlich wirken.

Hat man sich daran mal gewöhnt, kommt als nächstes Erlebnis der Regenwald ansich…

Unglaublich hohe und üppige Vegetation, eine Unzahl der verschiedensten Pflanzenarten, die mir sehr fremd sind. Manche Pflanzen leben in enger Verbundenheit auf Bäumen, manche nutzen diese aus und bringen sogar große Bäume um – die sogenannten „fig trees“.

Dann ist die Unzahl an verschiedensten Tieren zu erwähnen, von denen wir nur einen Bruchteil zu sehen bekommen, oft hüpft und kriecht, es wenn wir uns nähern. Einiges durften wir auch schon kurz oder länger erblicken.

Und dann sind da noch die Gefahren,…

Zu Beginn waren der Respekt oder die Angst vor diesen unzähligen so groß, dass wir nur große, sicher erscheinende Pfade benutzten, um einen kurzen Einblick zu erhaschen. Mit der Zeit wurden diese immer enger und zu richtig kleinen Wanderpfaden. Wie so oft, erweisen sich diese, kleineren wenig begangen Wege als unglaublich schön mit wunderbaren Zielen.

Eine Wanderung führte uns in ein Gebiet, indem wir aufpassen mussten, dass uns keine „stingertrees“ oder „gympie stinger“ berühren – nesselartige Pflanzen, deren Gift durch fragile Glasröhrchen monatelange Schmerzen verursachen. Da wir uns jedoch nicht ganz sicher waren, welche dies nun sind, war das Ganze gleich noch spannender. Bei dieser Wanderung ist mir auch das erste Mal etwas mulmig geworden, als ganz nah am Weg eine dicke, fette Schlage lag und uns gottseidank ignorierte. Dieses Abenteuer hat sich jedoch voll ausgezahlt, da wir mit einem idyllischen, paradiesischen Wasserfall belohnt wurden. Wir verbrachten lange an diesem Ort und gingen schwimmen.

Nun sitzen wir in Kurimmibeach, wieder etwas entfernt vom Regenwald, und genießen den Abend bei 27° C nach 22 Uhr, wo wir gestern um diese Zeit bereits eine dicke Decke zum Schlafen benötigten und versuchen den nächsten Tag zu planen.