Dead Horse Ranch State Park, AZ – day 16/17 – 2.350|283 mi
Gleich in der Früh war der Wind schon so stark, dass wir lieber im WoMo frühstückten, obwohl es draußen echt nett gewesen wäre. Nach einer kleinen Runde am Campingplatz fuhren wir dann zeitig los und beinahe direkt zum „private owned“ Meteor Crater bzw. dem Barringer-Krater.

Schon am Parkplatz dann laute Super-Hollywood-Wahnsinnsmusik. Wir sind trotzdem noch hinein, wurden „begrüßt“ und direkt zu den Schaltern geleitet – dort haben wir dann umgedreht. Es wird verm. nicht schlecht sein, aber das meiste passiert verm. drinnen im Gebäude (quasi Museum) und wir wollten eigentlich ja nur auf den Kraterrand gehen und die Dimensionen erfassen. Unser neuer Plan: mit dem Geld in Flagstaff zu einem Mexikaner Burrito essen – bzw. viele Burritos essen.
Gerlinde suchte ein entsprechendes Lokal aus, nur war in Flagstaff so viel los und unser WoMo zu groß für den verbleibenden Parkplatz. Geendet hat das Projekt „Mittagsjause“ kurz darauf in der Picknick-Area in einem lokalen Park. Es war echt nett, draußen Wind/Regen(+bissi Schnee) abwechselnd. Wir drinnen im Warmen – als Nachspeise dann noch Blueberry-Muffins und Kaffee. Wer hätte das von Flagstaff erwartet? Wir nicht; ich eine gänzlich andere Stadt, heiß in der Ebene und unspektakulär – traf alles nicht zu. Bei der Auffahrt auf den Highway: „könnte Schweden sein“.


Die Fahrt nach Süden bot dann das nächste Highlight: die Straße wurde schmäler und wirklich alpin hinunter in ein Tal (Oak Creek): bissi ähnlich zu Norditalien, wenn da nicht die tief roten Felswände wären.

Je weiter wir das Tal hinaus fuhren, desto mehr touristischer wurde es bei gleichbleibend atemberaubender Kulisse und dann kam Sedona – wow, so auch nicht erwartet. Touriwahnsinn (Sonntag Nachmittag) gepaart mit unglaublicher Aussicht.

Nur schnell durch, Parken wäre auch mit einem „normalen“ Auto nicht einfach gewesen. Die Strecke nach Cottonwood wieder wie gewohnt, 2-spurig hinunter ins Haupttal. Zuerst Walmart dann Laundromat (Waschsalon) in Clarksdale (beides eine gute Wahl). Das Wetter nach wie vor bewölkt und kühl. Finaler Punkt des Tages, der State Park mit Strom, Wasser und Internet und: KEIN fire ban!

Das erste Mal auf dieser Reise blieben wir zwei Nächte an diesem Standort und eigentlich wollten wir nach Sedona fahren. Mit dem WoMo tun wir uns das aber sicher nicht an. Gottseidank hat uns gestern ein Shuttlebus überholt, der stündlich von Cottonwood nach Sedona und retour fährt – und das Ganze zu einem unglaublichen Preis. So spazierten wir die etwas mehr als 3 Kilometer zur Bushaltestelle und ließen uns zum Wahnsinn führen.
Eigentlich waren zwei Wanderungen geplant, da der Busfahrer jedoch keine Lust hatte, die letzte Station anzufahren, stiegen wir ganz wo anders aus, als geplant. Zeitgleich mussten wir feststellen, dass die Hikingshuttlebusse nur von Donnerstag bis Sonntag fahren. So haben wir das Beste aus der neuen Situation gemacht und gingen eine Wanderung, die zufällig in der Nähe der „neuen Haltestelle“ losging. Es stellte sich als eine sehr gute Wahl heraus, ein wunderschöner Weg entlang einer einzigartigen Kulisse, weit weg vom Wahnsinn und daher angenehm ruhig.


An einem Punkt hatten 2 Junipertittmouse ein riesen Gezetere veranstaltet und daher schauten wir da mal genauer. Es stellte sich heraus, dass sie versuchten ihre Brut zu verteidigen, die womöglich jedoch schon von einer gestreiften Peitschennatter gegessen wurde.


Diesen Weg ging es dann noch bissl weiter, bis wir ihn Richtung Stadt verließen, kurz in den Wahnsinn eintauchten und dann einen Weg zum Flughafenhügel fanden. Dieser versprach eine schöne Wanderung mit Aussicht. Der „Zubringerweg“ war dann nochmals eine Überraschung und trotz des knackigen Aufstiegs wirklich schön. Unglaublich viele Kakteen, die hier in unterschiedlichen Farben blühen. Dann ein kurzer Schreck, als eine kleine Schlange vor meinen Füßen auftauchte. Ich einen Sprung zurück und sie einen ins Gebüsch. Da haben wir uns wohl beide geschreckt.


Am Start der eigentlich geplanten Wanderung angekommen, die Aussicht genossen und „unseren Weg“ wieder zurück gegangen. Irgendwie hatten die zwei ungeplanten Wege mehr zu bieten.


Kurz in den Wahnsinn eingetaucht, mit dem Bus zurück und nach der Wanderung zum Campingplatz waren die Beine müde und wir freuten uns auf einen gemütlichen Abend mit Burger am Feuer.
