Homolovi State Park, AZ – day 15 – 2.211|317 mi
Am nächsten Morgen sind wir vor dem Frühstück dann nochmals die Canyon-Runde gegangen und dabei auf eine Pferdeherde und einige Vögel und –nester gestoßen.

Nach dem Frühstück machten wir uns dann recht zeitig auf den Weg zum Petrified Forest NP.



Nach langem Überlegen haben wir uns entschieden, diesen NP, der ja direkt entlang der Strecke liegt, doch zu besuchen. Vor knapp 12 Jahren stand dieser Park auch als möglicher Punkt auf der Liste, war dann aber zu weit weg. Wir besuchten stattdessen einen „Petrified Forest State Park“, an den sich Gerlinde eher erinnert als ich. Was wird uns heute erwarten? Ein paar versteinerte Baumstämme und –stücke vielleicht, ein bissi buntes Gestein dazu. Die Erwartungen waren nicht all zu hoch.


Für mich war es einer der schönsten NP, die ich bislang besuchen durfte! Vielleicht war es auch das Wetter, die Ruhe oder einfach nur die unzähligen(!) versteinerten Bäume, die sehr gut erhalten einfach auf/zwischen den grauen und violetten Sedimenten liegen.

Wir haben von einem Ranger den Tipp erhalten, in einem Gebiet zu wandern, was wir taten, und erst bei „naher“ Betrachtung sieht man, dass in manchen Bereichen zwischen den Baumstämmen, die da einfach wahllos herumliegen, die Steine (oft Kiese aus dem darüber liegenden Konglomerat) auch nur Bruchstücke von versteinerten Bäumen sind. Bäume, die vor 220 Millionen Jahren hier wuchsen.



Es war unglaublich!
Der Ranger meinte dazu: „wenn ihr dort wandert, dann werdet ihr mir nicht böse sein, wenn ihr später keine Zeit mehr habt, um den letzten Punkt zu besuchen“. Vermutlich hatte er recht, wir haben den letzten Punkt nicht mehr angefahren, es war wirklich spät, wir blieben wirklich lang und kamen erst im Dunkeln hier an. Das Ankommen war spannend, da wir uns ein bissi vor einer Schranke fürchteten (die gibt es, zwar selten, in den SP). Nach der Abzweigung sahen wir zweimal vor uns reflektierende Schranken in der Dunkelheit und beide Male drehten wir nur ganz kurz davor ab. Die eigentliche Suche nach dem Standplatz war dann eine (weitere) Herausforderung, außer dem Mond und dem Sanitärgebäude gab es nicht viel Licht. – Und heute stehen wir perfekt ausgerichtet auf unserem Platz, waren bereits duschen, aßen ein erstes Frühstück (Müsli), Gerlinde malt. Draußen? Eigentlich schön, angenehm kühl, aber windig. Heute wieder „Yellow Wind Advisory“.
Was machen wir heute? Jetzt einmal gemütlich nichts, so wie es aussieht. Dann ein zweites Frühstück und irgendwann die Fahrt zum am besten erhaltenen Meteorkrater der Welt, dem Barringer-Crater, dann weiter Richtung Sedona, wo wir absolut keine Ahnung haben, was uns da erwarten wird. ’soll toll sein dort.