Bryce Canyon NP

Am 15. ging es bereits sehr früh los. Um ca. 6:15 Uhr läutete der Wecker, wir machten uns bereit bei knappen 12°C im RV und gegen 6:30 Uhr ging es los in einen unvergessliches Tag. Bei Dämmerung marschierten wir zuerst einmal zum „Rim“ in der Gegend des „sunrise point“, um wie der Name schon sagt, den Sonnenaufgang zu bewundern.

Nachdem die Sonne uns langsam aufwärmte, ging es den „Queens Garden Trail“ bei Morgensonne hinab zu den „Hoodoos“ des Bryce Canyon. Wo wir uns beim Grand Canyon noch dachten: „der beste Blick ist doch von heroben, wieso gehen die Leute da runter?“ ermöglichte diese Wanderung erst einen wahren Einblick in die Dimension und Schönheit dieses National Parks. Zwischendurch ist man sehr nahe an den „Hoodoos“ und erlebt die Höhe indem man schluchtartig dem Weg folgt und dann wieder sind sie eher fern. Wir kombinierten den „Queens Garden Trail“ mit dem „Peekaboo Loop Tail“ um über die „Wallstreet des Navajo Loops“ wieder auf den „Rim“ zu gelangen. Währenddessen begegneten uns immer wieder die Gruppen der Tagesreittouren, die wir uns als Alternative überlegten, waren dann aber doch froh, unser eigenes Tempo wählen zu können, denn dadurch wurde diese Wanderung zu einem unvergesslichem Erlebnis.

Mittlerweile haben wir den Bryce Canyon verlassen und haben den Zion Nationalpark erreicht. Mit sehr viel Glück (und einem entsprechend motivierten Campingplatz-Ranger) konnten wir noch einen Platz am Campingplatz im Nationalpark bekommen und sitzen um 20 Uhr bei 24,2°C bei einem Bier und genialer Aussicht und planen den morgigen Tag.
sunrisewe@QueensGarden, Bryce CanyonHoodoosmore HoodoosPeter@HoodoosCowboyswhite Hoodoos

Nationalpark, Statepark, National Monument und andere Sachen

Heute war wieder mal so ein Tag, der einem bewusst werden lässt, dass die vereinigten Staaten von Amerika doch ein ganz schön großer Haufen sind.
Merkbar wurde das heute aufgrund der verschiedenen Parkorganisationen.

Als wir zum Grand Canyon kamen, kauften wir den Pass „America the Beautiful“ in der Annahme damitin jeden Park zu gelangen. Falsch gedacht, das hat sich bereits im Gebiet der Navajos herausgestellt. Dort ist im gesamten Gebiet jeder Park extra zu bezahlen, aber dies erschien uns noch irgendwie plausibel, da das gesamte Gebiet der Navajos sogar über eigene Gesetze verfügen.
Gestern hatten wir in der Gegend um Page und den Lake Powell dieses Gebiet eigentlich verlassen, musste für den “ Coral Pink Sand Dunes State Park “ schon wieder extra in die Tasche gegriffen werden. Dort erklärte uns der nette Ranger, dass der Pass nur für Nationalparks gültig sei, nicht aber für Stateparks. Dies wurde heute wieder bemerkbar, als wir den „Escalante Petrified Forest State Park“ besuchten. Irgendwie schräg wurde es heute im „Kodachrome Basin State Park“ wo uns der Ranger dann auch noch von einer weiteren Behörde der Park- bzw. Landverwaltung berichtete. Da soll man sich auskennen, aber das Wichtigste: alle diese Parks bieten Zutritt zu wunderschönen und atemberaubenden Naturlandschaften.

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Monument Valley

Eine Jeeptour hat uns ins Monument Valley gebracht und uns eine atemberaubende Landschaft gezeigt.

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Geführt wurde die Tour von einem Navajo, der uns auch viel von der Kultur erklärte.

Goosenecks State Park und Mexican Hat

Nach einem kleinen Abstecher hier gelandet:

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und davor die Steinformation „Maxican Hat“ bewundert

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Dieses Land bietet sehr unterschiedlichste Naturlandschaften. Man bewegt sich zwischen 500 – 2500 Meter über dem Meer und nur wenig lässt darauf schließen, wie hoch wir uns befinden. Es ist unglaublich wie weit hier das Land ist – 100 km fahren auf einer beinahe geraden Straße, ohne einem Dorf zu begegnen.
Mittlerweile befinden wir uns im Land der Navajos, aber dazu später mehr

Route 66

Das mit dem Planen ist so eine Sache. Eigentlich haben wir nicht wirklich einen, aber für den nächsten Tag überlegen wir uns, was zu tun. Heute in der Früh sind wir mit dem Gedanken aufgestanden, am Abend beim Grand Canyon zu sein. Ein gemütliches Frühstück haben wir bei 34℃ genossen (nein es war nicht so spät, sondern so früh schon so warm) und danach das free WiFi genutzt. Irgendwie verging die Zeit, eine Runde im Pool wurde auch noch geschwommen und der Vormittag neigte sich schon bald dem Ende. Egal, da heute nicht viel auf der Route zu sein schien und wir wohl die meiste Zeit auf der Interstate verbringen würden. Falsch gedacht, denn nach einem sehr netten und längerem Gespräch mit der Besitzerin des Campingplatzes wurde alles umgeschmissen. Es gäbe eine nette Stadt an der Route 66, da gäbe es wildlebende Eseln und ein interessantes Diner und wenn man schon dort wäre, sollte man der Straße noch weiter folgen.
Das ist das Schöne an diesem Urlaub, da wir doch einige Zeit jetzt mit dem Camper unterwegs sind, ist eine solche Spontanität möglich und es war eine wirklich gute Idee.
Oatman, ein Dorf an der Route 66 gelegen mit wildlebenden Eseln, die sich nur zu gerne von dir füttern lassen. So hat es das kleine Dorf wohl geschafft, immer noch Anziehungspunkt für Touristen zu sein. Ein Souvenirladen nach dem anderen säumt die kleine Straße und inmitten ein unscheinbares Diner, in das wir ohne Empfehlung wohl nicht rein gegangen wären. Der gesamte Innenbereich ist mit 1-Dollarscheinen tapeziert, den die Besucher hier gelassen haben und mit Namen oder Botschaften versehen haben.
Danach ging es die 66 weiter, durch wunderschöne Landschaft, auf einen Pass und in unendliche Weiten mit ewiglangen geraden Straßen.

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Auch wenn wir noch immer einige Meilen vom Grand Canyon entfernt sind, hat sich die heutige Planänderung auf jeden Fall ausgezahlt.

RV Camper

Am Donnerstag hatten wir folgendes Ziel: Campervan holen, einkaufen und an der Küste Strandfeeling genießen, bevor es in die Berge geht.
Geplant, fast getan: Nachdem wir im Ausland gerne öffentliche Verkehrsmittel verwenden, haben wir uns einen Plan zurechtgelegt, der uns fast bis zur Vermietstation bringen sollte. Das letzte Stück des Weges musste per Fuß zurückgelegt werden. Dies wäre so schon etwas abenteuerlich gewesen, mit einem immer mehr kaputt werdenden Koffer war es beinahe eine Unmöglichkeit. Zuerst hat nur ein Rad blockiert, dann das zweite und zum Schluss waren beide weg und der Boden des Koffers durchgeschäuert. Mittlerweile ist er bereits entsorgt und wird wohl bald ersetzt werden.
Das Abholen des Wohnwagens ging eigentlich recht schnell, es ist ein riesiges Schiff – breit und lang. Ich war froh, dass im dichten Stadtverkehr Peter das Steuer übernahm, denn das wäre mir etwas zu viel für den Anfang gewesen.
Im Nachmittagsstadtverkehr ging es dann auf nach Malibu, wo wir die Nacht verbrachten, am Abend den Surfern zusahen und den Sonnenuntergang genossen. Zum Essen gab’s allerdings nur Hotdogs, da wir keinem größeren Geschäft begegnet sind.

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