Galizien

Wir sind dann von Toro nach Galicien gefahren und haben dabei eine Pause bzw. einen Umweg über Las Medulas gemacht. Sehr heiß war es dort – und sehr schön. Ein Bergbaugebiet, in dem um die Zeitenwende Goldabbau passierte.

Was den Zeitplan betrifft – sofern wir einen hatten – waren wir sicher wieder viel zu spät unterwegs. Vor dem Losfahren in Toro gab es ja noch ein Frühstück in der Bar Montecarlo, diesmal leider etwas weniger Auswahl. Das Check-In war in unserer nächsten Unterkunft in Ladrido erst ab 19:30 möglich, dafür bis 22:30 und wir dachten so beim Frühstückskaffee, dass 20 Uhr ganz ok wäre. – Knapp vor dem Dunkelwerden trafen wir dann ein, um 22:10 – und konnten gerade noch die wunderschöne Landschaft sehen.
Ganz schnell die Sachen aufs Zimmer und zur Pizzerria spaziert. Unser Gastgeber nickte den Plan ab, rückblickend glauben wir, dass er uns nicht verstanden hat. Angekommen bekamen wir gerade noch einen Tisch, es dürfte so gegen 23 Uhr gewesen sein. Super gute Pizza mit Flan bzw. Tarta de Abuelo als Nachspeise.
Auf eine angenehme Nacht folgte ein sehr gutes Frühstück, bei der selben grandiosen Aussicht wie es unser Zimmer bot. Bei einem Spaziergang zum Meer entdeckten einen Platz im Gezeitenbereich (hier trifft ein Fluss auf das Meer und bildet eine breite Sandfläche bzw. wird dies durch die Fjord-ähnliche Morphologie bedingt), an der wir noch sehr viele Stunden verbringen werden.

Mit dem Auto erkundeten wir die Halbinsel westlich, bewunderten die Aussicht bei einem der vielen Leuchttürme, die hier berechtigt vor der schroffen Küste warnen.

Den Nachmittag verbrachten wir an besagtem Platz am Meer. Die Strömung an dieser Engstelle war aufgrund von Ebbe bereits recht stark und wir freuten uns über zwei Menschen, die in einer kleinen Bucht schwammen – dann die Erkenntnis: wir sind hier näher am Atlantik und das Wasser wurde kälter.

Wir querten die Bucht und „besetzten“ die nächste. Die nächsten Stunden wurde gelesen, gemalt oder einfach nur die Umgebung samt der vielen Vögel bewundert. Wir schauten zu, wie das Wasser langsam immer höher kam, wähnten uns aber aufgrund der trockenen Steinblöcke in Sicherheit. Sicher waren wir auch, um zu geplantem Abendessen pünktlich zu sein, mussten wir dann aber zu einem ungünstigen Zeitpunkt los.

Der geniale Plan für den Abend: zur Ladesäule fahren und dort langsam laden während wir zu einem der beiden Gasthäuser spazieren, dort essen und dann das volle Auto wieder abholen. – Diesmal schaute uns die Kellnerin DER Pizzerria nicht komisch an, als wir um 22:30 nach einen Tisch fragten.
Das eine Gasthaus hatte zu, obwohl laut Google täglich bis 22 Uhr offen. Im anderen bekamen wir nur zu trinken – obwohl ein großer Tisch zum Essen gedeckt war. Während wir unseren Plan adaptieren, kam einer der Kellner mit mehreren Sackerl Essen für jenen Tisch daher.

Am nächsten Tag zeigte sich das Wetter wechselhafter und wir erkundeten die Halbinsel östlich von uns und entdeckten „the best bank of the world“. Diese Aussicht lud echt zum Verweilen ein, auch wenn wir einmal für ein spanisches Familienfoto aufstehen mussten.

Beim nächsten Leuchtturm war es dann recht windig und genau dort treffen sich auch der Atlantik und das Kantabrische Meer. Obwohl? Der Leuchtturm gestern behauptete dasselbe.

Der geniale Plan fürs Abendessen: wir fahren zur Ladesäule kaufen beim Euroski für eine nette Jause am Strand ein, schauen zuvor bei dem einen Gasthaus, ob es offen hat – dann essen wir dort. Wenn nicht, laden wir das Auto schnell und kaufen uns ein Abendessen für den Strand.
Was wir nicht so wahrnahmen: Feiertag – immer „gefährlich“ in Spanien – Euroski (größtes Geschäft hier): zu. Daher freuten wir uns auch, als wir in Ortigueira beim Vorbeifahren ein offenes Geschäft sahen.

Dieser Eintrag wurde von peter unter Reisen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.