Der Frosch – Cafe Frog

Irgendwie ist es fast schon ein bisschen Tradition, hier in der Cocktailbar, von der man (wohl nur im Sommer) den Frosch im Springbrunnen sitzen sieht) zu sitzen und dem kommenden Urlaub entgegen zu sehnen. Na ja, eigentlich bin ich das zweite Mal hier. Schon beim ersten Mal sollte es ins Warme gehen, zum Tauchen in den Indischen Ozean. Und nun geht es wieder in den Süden, wieder auf eine Insel im indischen Ozean – und das zeugt von warmen Wasser!

Vor mehr als zehn Jahren war ich bereits einmal in Tanzania, jedoch „nur“ am Festland. Nach der Exkursion hatten wir einige Tage in Dar es Salaam angehängt und einen Tag am Strand „Silver Sands“ verbracht. Das Hotel gibt es heute nicht mehr – damals besuchten wir einen Professor von uns, der ebenso einige Tage anhängte. Wir saßen am Strand und genossen ein Bier, es ging schon gegen Abend und durch den Wind wurde es ein wenig kühl. „Herr Ofner, wenn ihnen kalt wird, dann gehen sie einfach ins Wasser“ – gesagt getan, so angenehm warm… Diesen Satz wird mich wohl mein Leben lang begleiten.

Und dann war da dieses „mysteriöse“ Sansibar, das angeblich ganz anders sein sollte, noch schöner, traumhafte Strände und … ich weiß nicht mehr, was uns da alles vorgeschwärmt wurde. – Für uns wurde es damals jedoch Zeit, das Land zu verlassen, der Mythos Sansibar blieb irgendwo im Unterbewußtsein hängen.

16 Jahre später geht es nun nach Sansibar – es gibt die begeisternde Erzählungen eines Freundes, der eben damals immer wieder mehrere Tage auf der Insel verbrachte – die Aussage einer Expertin, die das Land liebt, dass sich seitdem sehr viel verändert hätte – und die Berichte eines weiteren Freundes, der vor etwa einem Monat auf Sansibar war. Da sind dann auch noch die eMails der österreichischen Betreiber „unserer“ Tauchschule. Und trotz allem ist all das für mich so weit weg. Eigentlich kann ich mir nicht wirklich vorstellen, was uns da erwarten wird. Wie werden die Menschen sein, wie das Land und wie wird das Tauchen werden? Sind auf Sansibar wirklich einige der schönsten Strände dieses Planenten? Darf man Sansibar tatsächlich zu den weltweit schönsten Tauchgebieten zählen?

Bald werden wir es wissen, aber zuerst geht es morgen früh nach Amsterdam, dann Nairobi und so ungefähr in 24 Stunden landen wir auf Sansibar. – ‚freu mich schon sehr… …und der Pfeffer auf Sansibar soll so unvergleichbar gut sein!

Und plötzlich wird es warm…

Heute sitzen wir in Simmering und bald schon geht es los. In wenigen Stunden starten wir in Richtung Süden, nach Sasibar.

Eigentlich begann das alles vor zwei Jahren, als wir nach Hawaii über Seattle fliegen  wollten. Als ein Mitarbeiter in Amsterdam die Gangway ins Flugzeug manövrierte, wurde daraus nicht nur unser längster Tag, wir flogen einen kleinen Umweg über Japan, dies bescherte uns auch unseren morgigen Flug. Dank europäischer Fluggastrechte und der zuvorkommenden KLM standen wir vor wenigen Monaten vor einer Entscheidung, die im Endeffekt Sansibar hervorbrachte.

Wie es aber wirklich zu Sansibar kam, kann ich gar nicht so genau sagen. Irgendwie sollte es eine Destination werden, die wir so nicht anfliegen würden und zum Tauchen geeignet ist…also Bali, ABC-Insel oder Sansibar…

Stockholm 

Auf der Hotelterrasse 🙂

Die Zivilisaion hat uns wieder. Nachdem wir heute früh in der Nähe von Abisko, wo wir etwas abseits der Straße gezeltet haben, im Regen/Sturm aufwachten, wussten wir, dass es Zeit war, zu gehen. Die Fahrt nach Kiruna war dann aber recht angenehm und der Regen wurde weniger – und schon saßen wir im Flugzeug und wenig später im Arlanda-Express mit 193 km/h nach Stockholm.

Das Wetter hier ist erneut schön und man kann bei 21° C gut im Freien sitzen, bissi Wind geht.

Unser Hotelboot überrascht mit eben dem tollen Deck und einer wirklich schönen Küche mit Sitzplätzen mit dieser Aussicht.

Eigentlich wollten wir ja eher auswärts essen, aber jetzt ist der Kühlschrank schon voll mit unseren Sachen fürs Frühstück. – Und jetzt gibt es das dritte Mal Köttbullar, weil es so gut ist.

Heute waren dann eher faul, aber morgen schauen wir uns diese offensichtlich sehr schöne Stadt dann genauer an.

Lofoten, v2

 Ausblick beim Frühstück

Zwei Tage später hat uns hier auf den Lofoten vor allem eines begleitet: blauer Himmel und traumhafte, unglaubliche, zT. schroffe Landschaft.

Letzte Nacht schliefen wir an einem Strand im Norden und hatten heute richtig Nebel zum Frühstück, dabei war doch ¨schön¨ angesagt. Nach dem Frühstück fuhren wir dann los, weiter in Richtung Å. Und kaum ein bissi Berge (von denen gibt es wirklich viele – und viele auch richtig hoch) im Rücken, war das Wetter auch wieder supi.

Zurück zum Anfang

Heute haben wir unser gewohntes Urlaubsverhalten wieder aufgenommen, indem wir nun mit dem Mietauto unterwegs sind. Erste Aktion war es, unser zurückgelassenes Gepäck in Abisko wieder zu holen und dabei sind wir auch den Anfängen unseres Urlaubs begegnet. 

Wie es doch war, vor 12 Tagen am selben Platz zu sitzen und einem unbekannten Weg entgegenzublicken, nicht zu wissen was einem erwartet. Heute konnten wir davon berichten, versuchten den Weg nachzuvollziehen und herauszufinden, wo wir doch überall den markanten Felsen bei Abisko erblickten. Wenn wir heute bei mindestens 10 Grad weniger auf die wolkenbehangenen Berge schauen, dann wird uns auch klar, welch ein Wetterglück wir denn hatten. Auch wenn die Anfangshitze anstrengend war und mehr Gelsen verursachte, hatten wir nur einen wirklichen Regentag. Alles in Allem wird diese Wanderung lange in Erinnerung bleiben und der Abschied von Abisko fiel uns etwas schwierig, da die Lust wieder da war, noch einmal alles von Anfang zu beginnen.

Wir haben es dann aber doch geschafft, uns davon loszureißen und sind mittlerweile auf den Lofoten angelangt. 

finally Kiruna

Gestern Abend haben wir dann mit noch einem Mädl in der Tankstellte gesprochen und sie konnte die ganze Geschichte dann soweit auflösen, dass wir heute sogar riskierten und zur vermeintlichen Busstation gingen – und siehe da, da war auch ein Bus nach Kiruna.

Angesichts der Wetterdefinition von Gerlinde: ¨flächendeckendes Sauwetter¨ quartierten wir uns gleich in einer Hytta ein – 3x so teuer (aber auch ¨luxuriöser¨) als die Tage zuvor. Als wir dann heute am Abend zurück zur Hütte an Zelten vorbei gingen und zwischendurch die Sonne sichtbar war, dachten wir uns, dass wir ziemliche Weicheier sind. – Als 10 Minuten später der stärkste Wolkenbruch, den wir seit unser Ankuft hier im Norden erlebt haben, nieder ging, waren wir froh, Weicheier zu sein.
Nach dem obligatorischen Saunabesuch genießen wir nun ein Bier in der Hütte und Gerlinde bereitet Reisgemüse und Rinderfilets vor.

Ach ja, den weltweit größten Untertageabbau von Eisenerz haben wir uns 450 m untertage angesehen. Das Foto dazu entstand nicht unweit vom ¨daweil noch Zentrum¨ der Stadt.

Morgen geht es dann nach ziemlich komplizierten Mietwagenverhandlungen und letztlich einer ganz einfachen, unabhängigen Lösung einen Tag früher als geplant mit dem Auto Richtung Westen, auf die Lofoten, zumindest ist das der Plan.